Es klingt unlogisch, aber Bewegung unterdrückt das Hungergefühl. Wenn wir wandern oder radeln, schüttet der Körper Adrenalin und andere Botenstoffe aus, die dem Magen signalisieren: „Jetzt wird gearbeitet, nicht gegessen!“ Die frische Luft und die Ablenkung durch die Natur tun ihr Übriges.
Im Alltag bekommen wir Hunger, wenn der Blutzucker sinkt. Beim Fasten zapfen wir jedoch unsere Fettreserven an. Selbst ein schlanker Mensch trägt zehntausende Kilokalorien in Form von Körperfett mit sich herum. Sobald du in der Ketose bist, hast du quasi dein eigenes Buffet immer dabei. Dein Körper „isst“ von innen – konstant und gleichmäßig. Das Ergebnis ist eine Ausdauer, die viele Teilnehmer als „meditativ“ und „unerschöpflich“ beschreiben.
Anders als beim totalen Wasserfasten versorgen wir uns mit feinen Bio-Säften Mittags und die mineralstoffreichen Gemüsesuppen bzw. Brühen am Abend mit genau der richtigen Dosis an Elektrolyten. Das stabilisiert deinen Kreislauf und gibt dir den nötigen Kick für unsere Rad- oder Wandertouren.
Mein Versprechen an dich: Wir passen das Tempo immer der Gruppe an. Wir rasen nicht, wir fließen. Du wirst staunen, wie leicht sich dein Körper anfühlt, wenn er nicht mit der schweren Verdauungsarbeit beschäftigt ist, sondern seine Energie direkt in deine Schritte oder Kurbelumdrehungen lenken kann.
Wenn du fastest und dich nicht bewegst, denkt dein Körper: „Ich brauche die Muskeln gerade nicht, sie verbrauchen nur unnötig Energie. Ich kann sie teilweise abbauen, um Proteine zu gewinnen.“ Sobald du aber wanderst oder Rad fährst, sendest du ein klares Signal: „Stopp! Diese Muskeln werden gebraucht!“ Dein Stoffwechsel versteht sofort, dass er die Energie primär aus den Fettdepots holen muss, um die Muskulatur zu erhalten.
Während des Fastens schüttet der Körper vermehrt HGH (Human Growth Hormone) aus. Dieses Hormon ist ein natürlicher Jungbrunnen und ein extrem starker Muskelschützer. In Kombination mit moderatem Ausdauersport sorgt es dafür, dass dein Körperfett schmilzt, während die wertvolle Muskelmasse konserviert wird.
Sobald du in der Ketose bist (etwa ab Tag 3), nutzt dein Körper Fett als Hauptenergiequelle. Da Fett fast unbegrenzt zur Verfügung steht, hat der Körper gar keinen Grund mehr, mühsam Muskeleiweiß in Zucker umzuwandeln. Die Ketone wirken sogar antikatabol, das heißt, sie hemmen den Proteinabbau direkt im Muskelgewebe.
